Teufelsberg

Der Teufelsberg ist einer der höchsten Berge der deutschen Hauptstadt Berlin. Soweit Berg hier das richtige Wort ist. Denn der Teufelsberg ist gerade einmal 120 Meter hoch. Ein Witz von Berg eigentlich. Doch der Teufelsberg ist trotzdem ein spannendes Ziel. Nicht zuletzt, weil auf dem Teufelsberg einer der populärsten Lost Places von ganz Deutschland liegt: die verlassene Abhörstation auf dem Teufelsberg. Außerdem ist die Gegend rund um den Teufelsberg für Großsstadtverhältnisse eine recht schöne Wandergegend.

Der Teufelsberg und das Waldgebiet rund um den Berg gehören zum Stadtteil Berlin-Grunewald. Neben dem Teufelsberg steht ein weiterer Berg: der Drachenberg oder auch Kleiner Teufelsberg. Beide Berge bestehen aus Kriegstrümmern des im zweiten Weltkrieg zerstörten Berlins. Diese Trümmer wurden hier im Grunewald aufgetürmt. Auf den beiden Erhebungen herrscht eine eigenartige Stimmung. Die unheimlichen Türme der verlassenen Abhörstation erinnern bedrohlich an andere Zeiten und Möglichkeiten.

Auf dem Teufelsberg befindet sich ein spektakulärer Lost Place. In diesem Buch findest du zahlreiche Fotografien weiterer Lost Places.

Die Welt der verlassenen Orte/Worlds Lost Places:...
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Werbung / Letzte Aktualisierung am 8.07.2021 / Die Preise können unter Umständen nicht aktuell sein (Mehr dazu: Haftungsausschluss) / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Auf dieser Seite erfährst du alles Wichtige über den Teufelsberg und wo du in seiner Umgebung gut wandern kannst. Außerdem findest du hier auch ein paar Informationen zur aufgegebenen Abhörstation auf dem Gipfel des Teufelbergs.

Vom benachbarten Drachenberg hat man eine wunderbare Aussicht auf den Teufelsberg und die verlassene Abhörstation.
Vom benachbarten Drachenberg hat man eine wunderbare Aussicht auf den Teufelsberg und die verlassene Abhörstation.
Die Abhörstation auf dem Teufelsberg ist ein spektakulärer Lost Place.
Die Abhörstation auf dem Teufelsberg ist ein spektakulärer Lost Place.

Die wichtigsten Informationen zum Teufelsberg auf einen Blick

Hier findest du die wichtigsten Informationen zum Teufelsberg in Berlin auf einen Blick:

  • Höhe des Teufelsbergs: 120 Meter über dem Meeresspiegel
  • Der Teufelsberg ist der zweithöchste Berg von Berlin
  • Der ganze Berg besteht aus Trümmern des im zweiten Weltkrieg zerstörten Berlins
  • Auf dem Gipfel des Teufelbergs befindet sich ein spektakulärer Lost Place
  • In der Umgebung des Teufelsbergs kann man wunderbar wandern
  • Vom Teufelsberg aus hat man eine großartige Aussicht über die Skyline von Berlin

Wenn du eine Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe des Teufelsbergs suchst, könnte das Seehotel Grunewald direkt an der Havel etwas für dich sein.

Du findest das Hotel unter dem folgenden Link bei Booking.com: Seehotel Grunewald bei Booking.com

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Die Trümmerberge von Berlin

In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Trümmer des zerstörten Berlins im Westen der Stadt zum Teufelsberg und zum Drachenberg aufgeschüttet. Anschließend wurden Bäume angepflanzt und der Teufelsberg bekam nach und nach sein heutiges Aussehen. Solche Trümmerberge wie hier gibt es nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen deutschen Städten, wie zum Beispiel den Wallberg in Pforzheim.

Inzwischen dient das Gelände vor allem zum Freizeitvergnügen. Man kann dort zum Beispiel Ski- und Schlittenfahren – wenn im Winter Schnee liegt. Das passiert auf dem Teufelsberg in den letzten Jahren nicht mehr so häufig. Außerdem kann man die Hänge mit dem Fahrrad hinauf- und hinunterfahren. Und man kann hinunterschauen. Der Teufelsberg ist zwar dicht bewachsen, aber vom Drachenberg aus hat man eine wunderbare Aussicht über Berlin. Viele Menschen nutzen die unbewachsene Spitze des Drachenbergs darüber hinaus zum Drachensteigen oder Biertrinken. Die gruseligen Türme der Abhörstation auf dem Teufelsberg hat man dabei stets im Blick. Oft hört man auch das seltsame Geräusch, das der Wind macht, wenn er in den zerrissenen Planen der Kugeln auf dem Teufelsberg heult. Besonders vom höchsten Turm der alten Abhörstation auf dem Teufelsberg aus ist die Aussicht noch besser als vom Drachenberg aus.

Es ist für Berliner Verhältnisse herrlich, um die Berge herum zu wandern. Und es gibt in der abwechslungsreichen Gegend zwischen Teufelsberg und Drachenberg und dem Ufer der Havel viel zu entdecken.

Die verlassene Abhörstation auf dem Teufelsberg

Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch im Innern des Geländes der alten Abhörstation auf dem Teufelsberg. So kannst du die Gelegenheit bekommen, die alten Ruinen und ihre unheimliche Atmosphäre intensiv zu erforschen.

Es ist zwar nicht mehr so toll wie früher, den Teufelsberg zu besichtigen, doch verkehrt ist es auch nicht. Das, was einen richtigen Lost Place ausmacht, ist jedoch leider zu weiten Teilen verloren gegangen. Zu populär und zu stark besucht ist das Gelände inzwischen. Die Abhörstation auf dem Teufelsberg kann nämlich inzwischen sogar für Events gebucht werden und es gibt eine Bar. Des Weiteren kostet der Besuch ein Eintrittsgeld und das Gelände auf dem Teufelsberg kann nur zu bestimmten Öffnungszeiten besucht werden. Summa summarum ist der Teufelsberg also eigentlich kein Lost Place mehr, sondern ein Museum.

Das Wichtigste zum Besuch des Teufelsbergs in Kürze:

  • Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag und Feiertage, 11 Uhr bis Sonnenuntergang
  • Eintritt kostet: 7 Euro, ermäßigt 5
  • Eine Reservierung ist nicht notwendig
  • Bezahlung ist nur in bar möglich
  • Öffnungszeiten Bar: in der Saison am Wochenende
  • Hunde sind erlaubt
  • Führungen finden zu folgenden Zeiten statt: Freitag – 14 Uhr, Samstag und Sonntag – 13 und 15 Uhr
  • Führungen kosten 15 Euro, ermäßigt 10
  • Exklusive Führungen können auf Anfrage gebucht werden

Achtung: Derzeit darf die Aussichtsplattform nicht besucht werden!

Jedenfalls ist es äußerst spannend, durch die dunklen Gänge der verlassenen Abhörstation auf dem Teufelsberg zu wandern und auf die Plattformen und auf den höchsten Turm zu klettern, von wo aus die Aussicht über Berlin noch sehr viel besser als von unten ist. Es bleibt zu hoffen, dass das auch weiterhin auf legalem Weg möglich ist. Derzeit ist nicht klar, was mit den Gebäuden auf lange Sicht passieren soll. In der Abhörstation finden auch regelmäßig Veranstaltungen und künstlerische Projekte statt. In der warmen Jahreshälfte kommt es auch immer wieder vor, dass spontan Open-Air-Musikveranstaltungen in den Hügeln organisiert werden.

Aussicht vom Teufelberg aus über die Skyline von Berlin.
Aussicht vom Teufelberg aus über die Skyline von Berlin.
Der spektakuläre Lost Place auf dem Teufelsberg.
Der spektakuläre Lost Place auf dem Teufelsberg.
Dunkler Gang in der Ruine der verlassenen Abhörstation auf dem Teufelsberg.
Dunkler Gang in der Ruine der verlassenen Abhörstation auf dem Teufelsberg.

Wandern durch den Grunewald

Der Grunewald rund um den Teufelsberg herum ist ein schönes Wandergebiet für den gestressten Großstädter. Im Folgenden findest du eine Idee, wie du zum Teufelsberg und durch den Grunewald wandern kannst.

Von der S-Bahn auf den Drachenberg

Eine nette und kurze Wanderroute verläuft vom S-Bahnhof Grunewald durch den Wald hinauf zunächst zum Drachenberg, von wo aus du Aussicht über ganz Berlin hast und auch in die andere Richtung nach Spandau und sogar nach Süden Richtung Potsdam. Auf der anderen Seite siehst du den benachbarten Teufelsberg mit der ehemaligen Abhörstation. Der Weg geht die meiste Zeit durch den Wald und man lässt den Lärm der Stadt schnell hinter sich.

Vom Drachenberg zum Teufelsberg

Vom Drachenberg aus kommst du in kurzer Zeit zu Fuß auf den Teufelsberg, den du zumindest einmal umrunden kannst – solltest du den Besuch der Abhörstation überspringen müssen, weil es vielleicht gerade wieder nicht möglich ist, das Gelände zu betreten. Der kleine Pfad führt erst steil den Drachenberg hinab und dann auf der anderen Seite durch den Wald wieder hinauf.

Falls du mit dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs bist, stellst du das am besten auf dem Parkplatz unterhalb des Drachenbergs ab und gehst die Treppe nach oben bis zum Gipfel und von dort aus dann hinüber zum Teufelsberg.

Vom Teufelsberg bis zur Havel

Danach geht es weiter am Teufelssee vorbei und durch den Wald hinunter zum Havelufer. Dem Ufer der Havel kannst du in südlicher Richtung folgen, teilweise verläuft der Weg auch an den Hängen der Uferhügel. Besonders in der Abendstimmung ist es schön, den Wasservögeln zuzusehen und auch einfach eine Zeit lang am Wasser zu verweilen

Am Grunewaldturm vorbei kommst du dann nach einer Weile an den S-Bahnhof Wannsee, von wo aus du wieder nach Berlin zurückfahren kannst. Insgesamt solltest du für diesen Weg mehrere Stunden einplanen, es lohnt sich auf jeden Fall.

Die Umgebung des Teufelbergs eignet sich hervorragend zum Wandern.
Die Umgebung des Teufelbergs eignet sich hervorragend zum Wandern.
Die Havel fließt nicht weit vom Teufelsberg entfernt vorbei.
Die Havel fließt nicht weit vom Teufelsberg entfernt vorbei.

Informationen zum Wandern rund um den Teufelsberg

Es gibt viele Routen durch den Grunewald und rund um den Teufelsberg und den Drachenberg und die verlassene Abhörstation. Am schönsten finde ich es, den Weg wie im Folgenden beschrieben zu machen.

  • Start: S-Bahnhof Grunewald
  • Ziel: S-Bahnhof Wannsee
  • Dauer: Reine Gehzeit ca. 4 Stunden
  • Strecke: ca. 20 km
  • Wegverlauf: Drachenberg > Teufelsberg > Teufelssee > Barssee und Pechsee > Havelufer > Grundewaldturm

Wie genau du dir die Wanderroute zusammenstellst, bleibt dir überlassen, es gibt viele kleine Wege im Grunewald. Bei Google Maps findest du eine schöne Übersicht, welche Wege es durch den Wald rund um den Teufelsberg Berlin gibt: In etwa so wie hier könntest du den Weg gehen.

Wenn du noch weitere Wanderungen in und um Berlin suchst, kann ich dir zum einen das Büchlein Auf Försters Wegen von Thorsten Wiehle und zum anderen den Hikeline-Wanderführer empfehlen.

Hier findest du die beiden Bücher, die dir viele Infos zum Wandern in und um Berlin bieten.

Hikeline Wanderführer Rund um Berlin: Die schönsten...
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Auf Försters Wegen: Berliner Wald-Wanderbuch
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Aktuelles vom Teufelsberg

Im Mai 2020 schreibt die Berliner Zeitung Der Tagesspiegel etwas zur aktuellen Lage der Besichtigungen auf dem Teufelsberg auch in Hinsicht auf die Corona-Pandemie. Der entsprechende Artikel ist auf der Webseite des Tagesspiegels zu finden.

Im Oktober 2020 schreibt die Zeitung Berliner Morgenpost ebenfalls etwas über die Möglichkeiten einer Führung auf dem Teufelsberg. Der entsprechende Artikel ist auf der Webseite der Morgenpost zu finden.

Die besten Reiseführer für Berlin und seinen düsteren Orten findest du auch auf der Seite über die besten Berlin-Reiseführer.

Kurioses zum Teufelsberg

Um das Jahr 2008 gab es die Idee, auf dem Teufelsberg eine sogenannte Friedensuniversität zu errichten. Hinter der Idee stand der Maharishi-Kult um einen indischen Guru. Auch der US-amerikanische Autor David Lynch wollte sich an der Finanzierung des Projekts beteiligen. Angeblich gibt es auf dem Teufelsberg sogar einen von ihm gelegten Grundstein für das Bauvorhaben. Das Projekt wurde wohl verworfen und angeblich läuft bis heute ein Rechtsstreit darum

Ist der Teufelsberg der höchste Berg Berlins?

Nein, denn der höchste Berg von Berlin sind die Arkenberge in Blankenfelde, ganz im Norden von Berlin. Sie sind 122 Meter hoch. Durch Aufschüttungen wurde die Höhe der Arkenberge in den letzten Jahrzehnten vergrößert. Deshalb galt bis zum Jahre 2015 tatsächlich der Teufelsberg als höchster Berg Berlins.


Einige weitere interessante verlassene Orte findest du in meinem Artikel über Lost Places.