Berge am Bodensee

Die Berge am Bodensee sind an klaren Tagen besonders eindrucksvoll. Denn die Alpen sind nicht weit vom See entfernt. Eine lange Reihe von Bergen breitet sich südlich der lieblichen Landschaft des Sees vor dem Auge der Interessierten aus. Von der Zugspitze im Wettersteingebirge in den Allgäuer Alpen bis hin zu Eiger, Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen sind die Gipfel vertreten. Mehr als 250 Kilometer Alpenpanorama ist vom Bodensee aus zu sehen. Erfahre hier, wo gute Stellen sind, um die Bodensee-Berge zu bewundern und außerdem welche Alpen-Berge vom Bodensee aus gut zu sehen sind.

Wetter und Fernsicht

Ob man in den Genuss kommt, die Berge hinter dem Bodensee zu sehen, hängt natürlich äußerst stark vom Wetter ab. Hängen schwere Regenwolken über dem See oder liegt die Landschaft im Nebel, kann man das mit den Bergen natürlich vergessen. Doch auch beim schönsten Wetter kann es vorkommen, dass von den Alpen hinter dem Bodensee nichts zu sehen ist. Eine zuverlässige Methode, die Bergsicht vorherzusagen, kenne ich leider auch nicht. Grundsätzlich ist sie gut, wenn die Luft trocken ist. Dann befinden sich weniger Dunst und Schwebeteilchen in ihr. Diese verhindern eine gute Fernsicht. So ist zum Beispiel bei Alpenföhn die Sicht oft sehr gut, denn dieser jagd die Schwebeteilchen zum Teufel.

Man sagt, dass eine gute Fernsicht ab etwa 50 Kilometern Sichtweite besteht. Für die Berge am Bodensee bedeutet das Folgendes: Bei 50 Kilometern Sichtweite ist von Konstanz aus der Säntis im Alpsteinmassiv in der Schweiz zu sehen. Die Berge hinter Bregenz und der Rheinmündung befinden sich ebenfalls etwa 50 Kilometer weit von Konstanz entfernt. Viel mehr wäre bei einer solchen Sichtweite jedoch von den Alpen nicht zu sehen. Um die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen vom Bodensee aus zu sehen, ist eine Sichtweite von etwa 170 Kilometern nötig. Das ist schon richtig viel. Denn selbst bei klarstem Wetter liegt die maximale Sichtweite auf der Erde zwischen 200 und 300 Kilometern.

Die hohen Berge der Glarner Alpen liegen vom Bodensee aus gesehen etwa 100 Kilometer entfernt. Die Berge im Wettersteingebirge etwa 140 Kilometer. Um das volle Panorama der berge am Bodensee zu sehen, ist also sehr klares Wetter nötig. Eine schöne und eindrucksvolle Kulisse hinter dem Bodensee bieten die Berge der Alpen jedoch schon ab einer Sichtweite von etwa 70 Kilometern.

Die Berge von Konstanz aus

Es gibt verschiendene Stellen in Konstanz, von wo aus man das das Panorama der Alpen-Berge wunderbar genießen kann. Abhängig davon, welche Berge man sehen möchte, kann man den Aussichtspunkt auswählen. Möchte man vor allem den Säntis sehen, sollte man die Seestraße entlang gehen. Der Säntis im schweizer Alpstein-Massiv ist 2.502 Meter hoch und vom Bodensee aus der am nächsten liegende Berg des Alpenpanoramas.

Bereits von der Rheinbrücke über den Seerhein aus hat man den Säntis gut im Blick. Auch die Berge der österreichischen Alpen weiter im Osten sind den ganzen Weg bis zum Strandbad Horn entlang gut zu sehen. Ein besonders markanter Gipfel im Alpenpanorama ist die Rote Wand. Sie ist ein 2.704 Meter hoher Berg im Lechquellengebirge in Vorarlberg.

Eine weitere Stelle, von der aus man das Alpenpanorama sehr gut anschauen kann, ist der Bismarckturm im Konstanzer Stadtteil Königsbau. Der Turm liegt auf einem Hügel und ist einer der höchsten Punkte der Stadt. Herrlich liegen der Säntis und westlich davon die 2.306 Meter hohen Churfirsten hinter der Bodenseelandschaft. Wie scharfe Zähne stehen sie in den Himmel. Weiter westlich ist der 3.614 Meter hohe Tödi in den Glarner Alpen gut zu erkennen.

Das Alpenpanorama ist außerdem vom Wasserturm in Allmannsdorf aus gut zu sehen. Genauso vom Münsterturm und von hohen Gebäuden der Universität aus. Je höher man steigt, desto plastischer wirken die Berge der Alpen hinter dem Bodensee. Der Wasserturm in Allmansdorf ist allerdings nur an wenigen Tagen im Jahr für Besucher geöffnet.

Wenn du auf der Suche nach einem guten Ausgangspunkt bist, um Konstanz und die Berge in der Umgebung zu erkunden, dann könnte das Inselhotel in einem alten Kloster direkt am Bodensee etwas für dich sein. Du findest das Inselhotel unter dem folgenden Link bei Booking.com: Link zum Inselhotel bei Booking.com (Werbung)

Die Stellen, von denen aus die nächsten beiden Bilder von den Bergen am Bodensee aufgenommen wurde, sind nicht weit vom Inselhotel entfernt.

Klare Sicht auf die Bodensee-Berge
Berge am Konstanzer Hafen
Berge hinter dem See

In der Umgebung

In der näheren Umgebung bieten sich einige weitere Punkte gut an, um die Berge am Bodensee zu bewundern. Allerdings muss man beachten, dass eine höhere Sichtweite nötig ist, je weiter man sich nach Norden entfernt. Von der Straße vor der Seeblickhalle in Litzelstetten aus sehen die Alpen-Berge hinter dem Bodensee besonders schön aus. Die Linien der Hügel, der Insel Mainau und des Überlinger Sees harmonieren toll zusammen. Steigt man etwas weiter nach oben auf den Purren, sieht man noch weiter. Um die Bodensee-Berge zu fotografieren, mag ich den Purren allerdings nicht so gerne, denn es gibt dort irgendwie keinen schönen Vordergrund.

Ebenfalls schön zeigt sich das Panorama der Bodensee-Berge von den Feldwegen in den Hügeln über Allensbach am Untersee. Verlässt man das Ufer des Sees und fährt ein bisschen weiter hinein in die Hügel des Bodanrücks, wird das Bergpanorama noch eindrucksvoller. Besonders zwei Aussichtspunkte mag ich da gerne: Den Sophienberg bei Langenrain und den Schneckenberg bei Liggeringen. Auf dem Sophienberg lassen sich besonders schöne Fotos machen, denn das Schloss Freudental liegt wunderschön vor den Bergen hinter dem See. Auf dem Schneckenberg dagegen hat man eine besonders gute Sicht auch in Richtung des weiter westlich gelegenen Berge und bis zum Hegau.

Bodensee-Berge im Herbst
Berge am Bodensee mit Schloss Freudental
Berge am Untersee

Fährt man ein bisschen weiter weg vom See, kann man die Alpenberge von der Festung Hohentwiel aus betrachten. Hier fügen sie sich schön in das Bild hinter der Landschaft der Hegauvulkane.

Ganz besonders toll ist das Alpenpanorama übrigens auch vom südlichen Schwarzwald aus gesehen. Eine dafür ausgesprochen gut geeignete Wanderung ist die auf den Gipfel des Berges Herzogenhorn.

Mehr Bilder vom Bodensee findest du in meinen Bodensee-Bildern.

Material fürs Berge-Betrachten

Ein tolles kleines Informationsheft ist das 1993 erschienene Alpenpanorama von Bernhard Burger und Edwin Knoblauch. Es ist unter der ISBN OSI19021416 in der Buchhandlung Osiander in Konstanz erhältlich. Das Büchlein kostet 3,80 € und ist nett gezeichnet. Auf diese Weise macht es sehr viel Spaß, die Alpen-Berge hinter dem Bodensee zu entdecken.

Um das Alpenpanorama näher zu betrachten oder festzuhalten, sind natürlich ein Fernglas und eine Kamera mit entsprechenden Objektiven von Vorteil.

Übrigens, um von zuhause aus vohersehen zu können, wie gut die Sicht auf die Bodensee-Berge ist, gibt es einen kleinen Trick. Auf dem Säntis steht nämlich eine relativ hochauflösende Webcam, die unter anderem in Richtung des Bodensees filmt. Das Bild der Webcam ist hier zu finden. Sieht man von dort aus den Bodensee, sieht man vom Bodensee aus auch die Alpen. Klar, oder?

Eine weitere Webcam, die zu diesem Zwecke konsultierbar ist, ist die Webcam auf dem Schauenberg. Ihr Bild ist hier zu finden.